Hypertufa

Hypertufa

Hypertufa ist ein Gemisch aus verschiedenen Bestandteilen die mithilfe von Zement miteinander verbunden werden. Da Hypertufa im trockenen Zustand sehr porös ist, eignet es sich ideal um damit Pflanzgefässe zu gestalten, da diese Struktur die Feuchtigkeit gut speichern kann. Die Wände sind ausserdom noch ein guter Isolator und können harten Wintern bis etwa -30°C stand halten. Aufgrund dieser Porosität gilt Hypertufa auch als gefertigter Ersatz für den natürlichen Tuffstein. Da Hypertufa im Gegensatz zu traditionellem Beton zusätzlich noch leichte Bestandteile wie etwa Torf enthält, ist das Endprodukt im Verhältnis relativ leicht.

Bestandteile von Hypertufa

Das Mischungsverhältnis für Hypertufa ist grundsätzlich Mischungsverhältnis 1 : 3. Wobei 1 Teil Zement mit 3 Teilen weiterer Bestandteilen, den Zuschlagsstoffen, mit Wasser vermengt werden.

In der Regel werden Torfmoos, Sand und Perlit als zusätzliche Bestandteile verwendet.

  • 3 Teile Zement
  • 4 Teile Torf
  • 5 Teile Perlit

Alternative zu Torfmoos bei Hypertufa

Da Torf jedoch eine sehr langsam erneuernde natürliche Ressource ist, wird dieses gerne durch Kokosnuss-Kokos ersetzt. Dies ist ein Nebenprodukt, das aber alle Vorteile des Torfmooses enthält .

Das Torfmoos durch Blumenerde zu ersetzen ist auch eine Möglichkeit, jedoch besitzt die Blumenerde nicht dieselben Eigenschaften. Was bedeutet, dass man mit einer Mischung aus Blumenerde natürlich auch prima einen Topf oder Ähnliches machen kann, es ihm dann jedoch etwas an den klassischen Eigenschaften fehlen wird. Da die Blumenerde nicht wie der Torf sauer ist, wird es z.B. nicht zu der kleinen Porenbildung im alkalischen Zement kommen, wodurch er wiederum verwittert und das typische Aussehen bekommt, das mehr dem Tuff ähnelt als dem klassischen Beton. Ausserdem wird er durch die Porenbildung auch leichter. Ein rustikales Aussehen wird der Topf aber auch mit Blumenerde bekommen.

Beispiel eines Topfes aus Zement und Blumenerde

Hypertufa verstärken

Um die strukturelle Festigkeit und Langlebigkeit zu erhöhen können als Bestandteile auch Zusätze wie etwa Sand oder Kieselsteine hinzugefügt werden. Diese verstärkenden Teile können desweiteren mit Polymerfasern, Fiberglas oder flüssigem Acryl gemischt werden. Dies gibt dem Hypertufa eine zusätzliche Gesamtfestigkeit und ein steinähnlicheres Aussehen. Das Gewicht wird jedoch dadurch erhöht.

Hypertufa einfärben

Hypertufa kann je nach Belieben auch mit Pigmenten eingefärbt werden. Das Gemisch nimmt die Farbe ähnlich auf wie es auch Betongemische tun. Da Hypertufa eigentlich eine möglichst naturgetreue Gesteinsnachbildung ist, macht es hier Sinn bspw. erdige Töne zu verwenden um das Hypertufa noch besser dem natürlichen Gestein anzupassen. Aber da kann natürlich jeder nach seinen Belieben vorgehen.

Fazit zu Hypertufa Bestandteile

Somit können wir sagen wir haben immer noch das Verhältnis von 1 : 3. 1 Teil Zement bleibt so bestehen. Die 3 Teile der zusätzlichen Bestandteile können jedoch variieren, je nach dem was wir noch alles dazugeben möchten oder auf was für Materialien wir zurückgreifen. Aus der folgenden Aufstellung können wir also unser Rezept zusammenstellen:

1 Teil Zement

3 Teile Zuschlagsstoffe

1) Hauptbestandteile:

  1. Torfmoos / Kokosnuss-Kokos / Blumenerde: kann als alleiniger Zusatz bestehen
  2. Perlit: fungiert als 2. Hauptbestandteil in Kombination mit dem 1.

2) Verstärkung:

  1. Sand / Kieselsteine: kann als alleiniger Verstärker fungieren
  2. Polymerfasern, Fiberglas, flüssiges Acryl: sollte mit einem 1. Verstärker vermischt werden

3) Färbung:

  1. Pigmente

Hypertufa Rezept

Als Rezeptmischvarianten kommen verschiedene Alternativen in Fragen. Grundsätzlich gilt in etwa ein Mischungsverhältnis von 1 : 3. Das heisst 1 Teil Zement zu 3 Teilen Zuschlagsstoffen was mit Wasser vermengt wird. Die Zuschlagsstoffe können sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammensetzen, die sich auch kombinieren lassen.

Für das Hypertufa Rezept werden erst die trockenen Bestandteile sehr gut miteinander durchgemischt. Danach ganz langsam Wasser zugiessen bis eine klebrige formbare Masse entsteht.

 

1 Teil Zement

3 Teile Zuschlagsstoffe

1) Hauptbestandteile:

  1. Torfmoos / Kokosnuss-Kokos / Blumenerde: kann als alleiniger Zusatz bestehen
  2. Perlit: fungiert als 2. Hauptbestandteil in Kombination mit dem 1.

2) Verstärkung:

  1. Sand / Kieselsteine: kann als alleiniger Verstärker fungieren
  2. Polymerfasern, Fiberglas, flüssiges Acryl: sollte mit einem 1. Verstärker vermischt werden

3) Färbung:

  1. Pigmente

Wasser

 

Mischungsbeispiel:

  • 1 Teil Zement
  • 1 Teil Torf
  • 1 Teil Perlit
  • 1 Teil Sand
  • Wasser

Verarbeitung von Hypertufa

Aus der oben aufgeführten Liste könnt ihr euch nun euer eigenes Hypertufa Rezept nach Belieben zusammenstellen. Ein mögliches Beispiel wie das aussehen könnte ist oben aufgeführt.

Wichtig ist, dass die Bestandteile erst alle trocken gut miteinander vermischt werden. Danach langsam Wasser beigeben bis eine klebrige homogene Masse entstanden ist, die sich gut formen lässt. Modellieren ist in diesem Zusammenhang vielleicht etwas zu viel gesagt, es wird z.B. aufgrund teils grösserer Stücke darin eher schwierig irgendwelche Figuren zu modellieren. Dies ist eine Masse um grobe Formen abzudecken.

Wenn die Masse also bereit ist kommt sie in ein von dir vorbereitetes Gefäss. Möchtest du einen Blumentopf machen, ist es am einfachsten diesen in einen bereits bestehenden hineinzubauen. Den alten Topf also zur Sicherheit mit Plastik auskleiden und dann den Boden und die Wände mit der Masse auskleiden. Für den Boden können auch gleich Löcher eingesetzt werden. Das Gefäss anschliessend mit einer Folie abdecken, versiegeln und aushärten lassen.

Trocknung

Die Trocknung des Objekts sollte abgedeckt und nicht der Sonne ausgedeckt erfolgen. Diese Trocknungsphase kann sehr lange dauern. Bis es komplett ausgehärtet ist, dauert es bis zu zwei Monaten, je nach Grösse und Dicke des Objekts.

Nach etwa 5 bis 7 Tagen könnt ihr den Topf das erste Mal vorsichtig ausschalen und ausbessern. Kanten beispielsweise abziehen, Wände mit einer Stahlbürste bürsten oder Bodenlöcher wieder ausstechen. Danach den Topf wieder schön verpacken und erneut wegstellen bis er komplett ausgetrocknet ist (für 1 bis 2 Monate). Dann kann der Topf endgültig ausgepackt werden, gut ausspülen und Draussen ein paar Wochen dem Wetter aussetzen lassen. Dieser Schritt ist sinnvoll wenn es ein Blumengefäss werden soll, da dieses aufgrund der Bestandteile noch eine toxische Oberflächenalkalität aufweist und diese durch die Wetteraussetzung vermindert wird. Und dann? Ja nun endlich ist der Hypertufa Blumentopf auch zum Bepflanzen bereit und kann eingesetzt werden.

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